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Zweiter Weltkrieg

Monumentul de la Paulis, AradAm 13. April 1939 hatten Frankreich und Großbritannien versprochen, die Unabhängigkeit Rumäniens zu sichern, aber Verhandlungen um eine ähnliche Garantie durch die Sowjets wurden abgebrochen, als Rumänien ablehnte, die Rote Armee sein Territorium betreten zu lassen. Die günstigsten Flüge nach Rumänien finden. Am 23. August unterzeichneten Deutschland und die Sowjetunion den Molotow-Ribbentrop-Pakt, der unter anderem das sowjetische Interesse an Bessarabien festschrieb. Acht Tage später marschierte Deutschland in Polen ein. Rumänien blieb offiziell neutral und gewährte Mitgliedern von Polens fliehender Regierung Zuflucht. Nach der Ermordung des Premierministers Calinescu, versuchte König Carol noch mehrere Monate, die Neutralität zu bewahren, aber Frankreichs Kapitulation und Großbritanniens Rückzug aus Europa machte deren Garantien an Rumänien hinfällig. 1940 verlor Rumänien sowohl im Osten als auch im Westen Territorium. Nach einem Ultimatum im Juli besetzte die Sowjetunion Bessarabien und die Bucovina; zwei Drittel Bessarabiens wurden mit der UdSSR vereinigt, um die Moldawische Sozialistische Sowjetrepublik zu bilden. Der Rest wurde der Ukrainischen Sozialistische Sowjetrepublik zugeteilt. Kurz darauf zwangen Deutschland und Italien mit dem zweiten Wiener Schiedsspruch Rumänien dazu, eine Hälfte Siebenbürgens an Ungarn „zurückzugeben“. Dieses Gebiet, das man historisch als ungarisch betrachten kann, wurde als Nordsiebenbürgen bezeichnet, im Gegensatz zu Südsiebenbürgen, das rumänisch blieb. Am 7. September musste unter dem Vertrag von Craiova der südliche Teil der Dobrogea (im rumänischen Cadrilater genannt) an Bulgarien abgegeben werden. Diese territorialen Verluste erschütterten die Fundamente von Carols Macht. Ion Gigurtus am 4. Juli 1940 gebildete Regierung war die erste, der ein Minister der Eisernen Garde angehörte: Horia Sima, ein besonders bösartiger Antisemit, der nach Codreanus Tod der nominelle Führer der Bewegung geworden war, war einer der wenigen prominenten Legionäre, die das Blutbad der vergangenen Jahre überlebt hatten. Antonescu kommt an die Macht Im unmittelbaren Gefolge des Verlusts von Nordsiebenbürgen bildeten die Eiserne Garde (geführt von Sima) und General (später Marschall) Ion Antonescu am 4. September 1940 die Regierung eines „Nationallegionären Staats“, welche die Abdankung Carols II. zugunsten seines 19jährigen Sohns Mihai erzwang. Carol und Lupescu gingen ins Exil, und Rumänien näherte sich stark den Achsenmächten, trotz dem vorausgegangenen Verrat bezüglich der territorialen Abtretungen. An der Macht verschärfte die Eiserne Garde die bereits harten antisemitischen Gesetze und nahm Rache an ihren Feinden. Deutsche Truppen begannen am 8. Oktober 1940, die rumänischen Grenzen zu übertreten und waren bald 500.000 an der Zahl.Am 23. November trat Rumänien an der Seite der Achsenmächte in den Krieg ein. Mehr als 60 vormalige Würdenträger und Funktionäre wurde am 27. November im Gefängnis von Jilava hingerichtet, während sie auf ihren Prozess warteten. Der Historiker und frühere Premierminister Nicolae Jorga und der Ökonom Virgil Madgearu, ebenfalls Minister in einer früheren Regierung, wurden gar ohne Verhaftung ermordet. Die Kohabitation zwischen der Eisernen Garde und Antonescu war zu keinem Zeitpunkt einfach. Am 20. Januar 1941 versuchte die Eiserne Garde einen Staatsstreich, verbunden mit einem Pogrom gegen die Bukarester Juden. Innerhalb von vier Tagen hatte Antonescu den Staatsstreich niedergeschlagen. Die Eiserne Garde wurde aus der Regierung ausgeschlossen. Sima und viele andere Legionäre nahmen in Deutschland Zuflucht, andere wurden inhaftiert. Am 22. Juni 1941 griff Deutschland mit rumänischer Unterstützung die Sowjetunion an. Nachdem sie Bessarabien und die Bucovina zurückbekommen hatten, kämpften sie weiter Seite an Seite mit den Deutschen bis Odessa, Sewastopol und Stalingrad. Der rumänische Truppenanteil war beträchtlich; er war kleiner als der deutsche, aber größer als der aller anderen Verbündeten zusammen.Rumänien annektierte sowjetisches Gebiet unmittelbar östlich des Dnjstr, einschließlich Odessa. Rumäniens wichtigster General Petre Dumitrescu bekam das Kommando über die 6. deutsche Armee und stieß weit in die Sowjetunion vor, bis er in einer späteren Phase des Kriegs zurückweichen musste. Während der Antonescu-Jahre versorgte Rumänien Deutschland und die Armeen der Achsenmächte mit öl, Getreide und Industrieproduktion, zumeist ohne finanzielle Kompensation. Folglich wurde Rumänien um 1943 Ziel von alliierten Bombardements, insbesondere mit einem Angriff auf die Ölfelder von Ploiesti am 1. August 1943. Durch die unbezahlten Exporte schoss zudem die Inflation in die Höhe. Obwohl sowohl Ungarn als auch Rumänien mit Deutschland verbündet waren, stand Antonescus Regime wegen der Siebenbürgen-Frage Ungarn weiterhin diplomatisch feindlich gegenüber. Vor der sowjetischen Gegenoffensive von Stalingrad betrachtete die Regierung einen Krieg mit Ungarn wegen Siebenbürgen für die Zeit nach dem erwarteten Sieg über die Sowjetunion als unausweichlich.Rumänien und der HolocaustSelbst nach dem Sturz der Eisernen Garde führte das Antonescu-Regime, verbündet mit Deutschland, eine Politik von Unterdrückung und Massakern an Juden (und an zweiter Stelle Sinti und Roma) fort, wenn auch hauptsächlich in den östlichen Gebieten. Pogrome und Transporte waren in Moldau, Bucovina und Bessarabien an der Tagesordnung. Die Zahl der Opfer ist umstritten, aber die niedrigsten seriösen Schätzung bewegen sich zwischen 100.000 und 250.000 Juden und 25.000 Sinti und Roma in diesen Ostregionen, während von Siebenbürgens 150.000 Juden 120.000 unter dem Zugriff der Ungarn starben. Nichtsdestotrotz überlebte im Gegensatz zu dem größten Teil Ost- und Zentraleuropas die Mehrheit der rumänischen Juden den Krieg. Antonescus Regierung entwarf Pläne für Massendeportationen aus Walachei, Südsiebenbürgen, und Süd- und Westmoldau, führte sie aber nie durch. Historiker sind sich nicht darüber einig, ob die wiederholten Appelle von Antonescus früherem jüdischen Klassenkameraden Wilhelm Fildermann eine größere Rolle dabei spielten; ob Antonescu in Erwägung zog, dass Westrumänien nicht ausreichend antisemitisch sei, um die Deportation praktisch durchzuführen; ob er nicht willens war, den jüdischen Beitrag zur rumänischen Wirtschaft zu opfern; oder ob er sich nur absichern wollte. Es ist erwähnenswert, dass er trotz seines offenkundigen Antisemitismus eine jüdische Stiefmutter und eine französisch-jüdische erste Frau hatte. Der königliche Staatsstreich Mit der sowjetischen Gegenoffensive bei Stalingrad im Februar 1943 begann sich das Blatt des Kriegs gegen die Achsenmächte zu, wenden. Um 1944 lag die rumänische Wirtschaft durch die Kriegsausgaben und durch alliierte Bombardements in Scherben, und es begann sich eine Abneigung gegen die Last durch Deutschland selbst unter den einstigen enthusiastischen Kriegsunterstützern zu, entwickeln. König Mihai, ursprünglich hauptsächlich eine Repräsentationsfigur, führte am 23. August 1944 erfolgreich einen Staatsstreich mit Unterstützung durch oppositionelle Politiker und durch die Armee. Er setzte Antonescus Diktatur ab und brachte Rumäniens arg zugerichtete Truppen auf die Seite der Alliierten. Im Kampf gegen Deutschland erlitt Rumänien weitere heftige Verluste in Siebenbürgen, Ungarn und der Tschechoslowakei. Selbst nach dem Seitenwechsel im August 1944 konnte König Mihai die Erinnerung an die Teilnahme seines Landes an der deutschen Invasion in der Sowjetunion nicht auslöschen. Obwohl rumänische Kräfte heldenhaft unter sowjetischem Kommando kämpfen, betrachteten die Sowjets Rumänien als besetztes Territorium. Am Ende des Kriegs stand ein gegenüber der Ausdehnung in der Zwischenkriegszeit deutlich verkleinertes Rumänien. Zwar wurde der Wiener Schiedsspruch revidiert und Nordsiebenbürgen wieder unter rumänische Verwaltung gebracht. Aber Bessarabien und die Nord Bucovina mussten an die Sowjetunion, die Süddobrudscha an Bulgarien abgetreten werden.




 

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